Heute ist die Küche schon früh geöffnet, damit ich um 7 Uhr mein Frühstück bekomme. Um halb acht bringt mich Pu Thea zur Busstation von Vireak Buntham Express. Er hat für mich schon eine Fahrkarte gekauft, die kostet 9 $. Der Bus ist gross und modern, eingerichtet wie im Flugzeug mit Bildschirmen vor jedem Sitz. Es gibt sogar eine Filmauswahl. Um 8.15 fahren wir los, das Thema Flugzeug wird durchgezogen: der Chauffeur trägt eine Pilotenuniform und der Begleiter macht eine Ansage auf Khmer und auf Englisch, genau wie beim Abflug. Allerdings ist im PA System der Hall aufs Maximum aufgedreht, das war schon in der Busstation der Fall. So versteht man kein Wort. Der Bus ist nur spärlich besetzt.
Der Begleiter verteilt Papiersäcke mit einer Rosinenschnecke und einem Saft, dazu gibt es Wasser. Später erhalte ich sogar einen Kaffee. Nicht schlecht für 9$. Immerhin fahren wir 240 km weit. Unterwegs gibt es eine Polizeikontrolle. Ich darf als Einziger aussteigen und meinen Pass zeigen. Aber die Polizisten sind sehr höflich.
Kurz vor Kratie halten wir an für das Mittagessen, der Bus fährt nämlich weiter als nur Kratie, bis nach Phnom Penh. Ich habe noch keinen Hunger. Bald setzen wir die Fahrt fort und kommen nach 12 Uhr in Kratie an.
Von der Busstation sind es nur 100m zu meinem Hotel Nomad. Ich beziehe mein Zimmer und spaziere zum Mekong. Der ist sehr breit. Auf der anderen Seite liegt die Insel Kaoh Trong. Es ist extrem schwül und warm.
Ich spaziere zum Le Tonlé Guesthouse and Restaurant. Le Tonlé wurde vom Cambodian Rural Development Team (CRDT) gegründet, um benachteiligten kambodschanischen Jugendlichen Ausbildung und Zugang zu Beschäftigung zu ermöglichen.
Ich bestelle Mekongfisch mit Limette und Koriander. Dazu gibt es Reis, Karotten und Bohnen. Das ist sehr liebevoll zubereitet und schmeckt hervorragend. Auch die Bedienung ist sehr sympathisch.
Den Kaffee nehme ich im Cloud Tea & Coffee gleich nebenan, der ist ebenfalls sehr gut.
Beim Lana Express Büro kaufe ich eine Fahrkarte für Mittwoch nach Kampot (23$) und erfahre, dass ich in Phnom Penh umsteigen muss. Auf dem Rückweg probiere ich den Egg Coffee im gleichnamigen Café. Der kann allerdings mit dem vietnamesischen in Hanoi nicht mithalten.
Da mein Hotel keine Fahrräder vermietet gehe ich zum Sorya Guesthouse und bestelle eines für morgen. Das Hotel hat einen guten Vibe, da kann man sich sicher auch wohlfühlen. Jetzt ist es dunkel, an der Uferpromenade übt eine grosse Gruppe Aerobics.





