Das Deli’s zieht mich schon wieder an. Ich nehme einen Tisch mit Blick aufs Meer und die Insel Kaoh Tunsay. Croissant, Krabbenomelette, Kaffee, ich schwelge. Auf dem Rückweg spaziere ich aufs alte Pier hinaus.
Ich schreibe meinem Tuktuk-Fahrer vom Mittwoch, Eisan, ob er mir heute Kep zeigen möchte. Er will. Er holt mich um 8.30 ab. Wir fahren zum Hafen, wo die Fischer ihre Fänge reinbringen. Nach einem Spaziergang durch den Markt probieren wir frittierte Bananen. Köstlich! Eisan zeigt mir den Mangrovenwald, wo er selber gerne verweilt und am Wochenende Einheimische zum Picknick kommen. Wir fahren zum Denkmal eines kambodschanischen Königs. Wir steigen zum Preah Ko Tempel hoch und besuchen eine Höhle mit farbigen Gesteinsablagerungen, auch einige Andachtsstätten sind zu sehen. Nun fahren wir in den Ort, wo die Stadt Kep sein soll und besuchen einige verlassene Villen. Ab 1908 versuchten die Franzosen hier, den kambodschanischen Dschungel in ein St. Tropez zu verwandeln. Auch die kambodschanische Elite, Künstler und Prominente und später König und Königin liessen sich hier nieder. Die meisten noch vorhandenen Gebäude stammen aus den 1950er Jahren. Ab den 70er Jahren kam ein politischer Wechsel, die Elite floh und mit der Herrschaft der Roten Khmer war der Luxus endgültig zu Ende.
Eisan erzählt, dass der Tourismus wieder aufgeblüht war, aber seit Covid sehr leide. In der Tat hat es vierspurige Strassen, massenhaft Parkplätze und neue Gebäude, aber wenig Besucher. Zum Mittagessen gehen wir ins Magic Crab, wo ich Krabbenfleisch mit Kampotpfeffer bestelle.


























