Nochmals sitzen wir aufs Velo. Wir fahren zur Kizuna-Brücke. Heute herrscht viel weniger Verkehr als an dem Tag, an dem wir angekommen sind. Die Fahrt auf die andere Seite des Mekong ist weitgehend stressfrei. Gleich nach der Brücke steht auf der linken Seite der Französische Turm. Er soll im frühen 20. Jahrhundert als Wachtturm gebaut worden sein. Im Innern führen Stahltreppen, steil wie Leitern, zu einem Rundgang auf der Aussenseite. Die Aussicht ist fantastisch. Der Aufstieg braucht etwas Nerven, da man ziemlich in der Luft steht. Barbara bleibt unten und fotografiert.
Wir folgen dem Mekong nach Süden. Der Weg führt kurz weg vom Fluss in ein Dorf, wo gerade Markt ist. Die Marktfrauen freuen sich über den Besuch von zwei Westlern und sind sehr freundlich. Wir kaufen Mandarinen. Auf der Strasse geht es weiter, es ist heiss. Einmal stoppen wir für Getränke, aber der Energy Drink behagt Barbara nicht besonders. An einer Tela Tankstelle erhalten wir gratis zwei Sportgetränke von einem Team, das gerade dafür Werbung macht. Gegenüber können wir auch Wasser kaufen. Wir biegen vor der Brücke links ab, weil wir zur Moha Leap Pagoda wollen.
Der Bau dieses Tempels begann 1894. Der imposante, fünfundzwanzig Meter lange Tempel, der von sechzig Holzpfosten mit einem Durchmesser von dreissig bis vierzig Zentimetern getragen und von Bretterwänden umschlossen wird, ist der einzige vollständig aus Holz erbaute antike Tempel in Kambodscha, der erhalten geblieben ist. Die ganze Tempelanlage ist riesig, es ist sehr ruhig hier und wir rasten im Schatten.
Wir fahren zurück zur Tela Tankstelle. Jetzt überqueren wir die Brücke über den kleinen Mekong-Zufluss und folgen der Strasse durch weite Felder (Mais, Reis, Erdnüsse) bis zum Mekong. Hier fährt eine Fähre zur Kog Pen Insel. Die Fähre ist gerade mitten im Fluss auf dem Weg zur anderen Seite. Wir warten oberhalb der steilen Zufahrtsstrasse. Nach einer Weile kommt sie zurück und wir fahren auf die Fähre. Wir bleiben etwa 20 Minuten stationiert, bis sich einige Motorräder und ein Auto dazu gesellt haben, dann geht es über den Fluss.
Wir sind etwas weiter unten auf der Insel als gestern, aber bald erkennen wir die Strasse wieder, auf der wir gestern gefahren sind. Wir fahren wieder zur Koh Pen-Brücke, überqueren diese und gehen in einer Strassenküche essen. Salat mit Pulpo, schmeckt gut. Im Café The Tea Cambodia schmeckt uns der Kaffee sehr. Jetzt geht es zurück zum Hotel, keine Minute will ich länger auf dem fürchterlich unbequemen Rad verbringen.






























