Nach dem eher bescheidenen Frühstück in meinem Hotel hole ich im Hotel Sorya mein Mountainbike ab. Der Angestellte kommt gerade die Treppe herunter, als ich eintreffe und gibt mir einfach das Rad mit, keine Bezahlung, kein Ausweis, nichts. Ich solle es einfach vor 21 Uhr zurückbringen.
Ich suche ein bisschen, bis ich die Fähre gefunden habe, welche zur Insel Kaoh Trong hinüberfährt. Sie ist gut besetzt, am Schluss fährt noch ein Traktor auf das Schiff. In wenigen Minuten geht es auf die andere Seite, der Preis ist 1000 Riel pro Person und 500 Riel fürs Velo.
Hier führen geflochtene Matten über die breite Sandbank hoch zur Inselstrasse, welche meist von Bäumen umgeben ist.
Die Insel legt Wert auf Abfallentsorgung. Es hat Plakate mit Erklärungen, wie das gemeint ist und viele Abfalleimer. Die Insel ist sehr sauber.
Ich folge der Strasse und komme vor allem an Pomelo- und Bananen-Plantagen vorbei. Es soll auch Durianbäume haben. An der Nordspitze nehme ich den Pfad zu einem Riesenbaum, dem Sacred Cove.
Auf der anderen Seite geht es zurück, eine Querstrasse erkunde ich auch, hier finden sich eine Schule und eine Tempelanlage. Es hat viele einfache Holzhäuser, oft sind sie als Homestay angepriesen. Auch Getränke findet man genügend. Bei einem Gästehaus trinke ich eine Cola und unterhalte mich mit einem Kambodschaner, welcher aber in Quebec lebt und hier in den Ferien weilt.
Auf derWestseite findet man ein schwimmendes kleines Dorf, es soll vietnamesisch sein. Bald ist die Südspitze erreicht, von wo ich zum Ausgangspunkt zurückfahre.
Ich muss ein bisschen warten, bis die Fähre wieder kommt, dann geht es zügig zurück nach Kratie.
Ich habe vom Mekong Discovery Trail gelesen, und dass der dem Mekong entlang nach Norden führt. Also fahre ich in diese Richtung. In meiner Karten App sind zwei Aussichtspunkte auf den Mekong angegeben. Da könnte ich doch hin. Von einem Trail ist nichts zu sehen, ich folge der Strasse. Der Verkehr ist nicht schlimm, aber es ist jetzt nicht gerade eine entspannte Radtour.
Es sind knapp 20 km, bis sich im Fluss viele kleine Inseln und Inselchen zeigen, meine Karte meint, ich sei am oberen Aussichtspunkt angekommen. Hier sollen die Süsswasserdelfine vorkommen, von denen es noch etwa 30 gibt.
Ich drehe um, kaufe etwas zu trinken (es ist warm) und fahre bis nach Kampi. Hier wurde in den Stromschnelle eine Siedlung aus Holzhäusern auf Stelzen aufgebaut. Es gibt Verkaufsstände und man kann Hängematten mieten, schwimmen und mit Booten zu den Delfinen fahren. Ich lass das aber sein, sehe auch nicht, dass jemand mit Booten unterwegs wäre. Die Anlage mit den vielen Hütten im doch turbulenten Wasser wirkt irgendwie eigenartig, ich glaube, da würde ich mich nicht wohl fühlen.
Ich fahre zurück nach Kratie, dabei kann ich doch für einen Kilometer einer Nebenstrasse folgen, welche mehr im Grünen ist und keinen Verkehr hat. In Kratie suche das Gasthaus, wo ich in drei Wochen gebucht habe, kann es aber nicht finden.
Nach der Dusche esse ich ausnahmsweise westlich, nämlich einen Burger mit Pommes im The River Restaurant. Der ist sehr gut. Den Kaffee nehme ich im TIME Coffee & Bakery, auch hier ist die Qualität ausgezeichnet.
Ich spaziere flussabwärts, ich habe keine Seife mehr und hoffe, eine kaufen zu können. Es gibt ein 7-Eleven, die scheinen aber das Geschäft aufzugeben, der Laden ist fast leergeräumt. Im nahen DT Market finde ich nur grosse Behälter mit Flüssigseife, dafür habe ich keinen Platz. Wenn ich schon hier bin, schaue ich den Markt an, hier wird aber zusammengeräumt. Um den Markt findet herum man noch einige Häuser aus der französischen Kolonialzeit.





























