Zum Frühstück besuche ich ein vietnamesisches Restaurant in der Nähe, anschliessend marschiere ich zum Mekong. Das Mut Mee Garden Guesthouse wird in meinem Reiseführer (Stefan Loose) erwähnt als Anbieter von Touren zum Wat Phu Tok. Darum frage ich in diesem sympatischen und hübsch gelegenen Hotel (nächstes Mal dort buchen!) nach.
Das Hotel bietet diese Tour nicht (mehr?) an, aber die freundliche Angestellte offeriert, mir ein Taxi zu organisieren. Das nehme ich gerne an, das Taxi soll mich morgen um 8 Uhr abholen. Das Ganze für 2500 Baht, nicht ganz billig für Einzelreisende, aber wenn ich schon hier bin, möchte ich mir das leisten. Im Living Room Café gleiche neben dem Guesthouse trinke ich einen Café Latte.
Ich spaziere dem Mekong entlang zur Naga Statue, einem Wahrzeichen von Nong Khai. Dann tauche ich ein in den grossen Tha Sadet / Indochina Markt. Ein vielfältiges Angebot an Kleidern, Haushaltwaren und Lebensmitteln lockt mit günstigen Preisen. Ich kaufe Cashews und getrocknete Mangos.
Nun möchte ich zum Sala Kaeo Ku Park. Ich bin gerade dabei, per Grab ein Taxi zu bestellen, als mich ein Tuk-Tuk Fahrer anspricht. Die 200 Baht, die er verlangt, zahle ich nicht, wir einigen uns auf 150. Der Park ist etwa 5 km ausserhalb der Stadt. Er liegt im Grünen und hat einige Teiche mit vielen Welsen. Die Anlage enthält Betonskulpturen, inspiriert vom Hinduismus und Buddhismus und wurde 1978 von dem Künstler und Mystiker Luang Pu Bunleua Sulilat und seinen Anhängern erbaut. Das ist derselbe Künstler, welcher auch den Buddha Park in Laos, welcher ziemlich genau gegenüber auf der anderen Seite des Mekong liegt, erstellt hat. Die Figuren sind teilweise über 20 m hoch und stellen Szenen aus dem Leben des Buddha sowie zahlreiche Figuren aus der hinduistisch-buddhistischen Götterwelt und Mythologie dar. Der Eintritt für Ausländer kostet 30 Baht. Die Anlage ist sehr gross, und obwohl es recht viele Besucher hat, wirkt der Ort ruhig und beschaulich.
Mit Grab fahre ich zurück zur Walking Street, besuche noch einmal den Markt und kaufe Hosen für Barbara. Dann gehe ich im Vietnamesischen Restaurant Daeng Namnuang essen.Das ist eine riesige Speisehalle, wo es zugeht wie in einem Bienenhaus, Hunderte von Gästen sitzen an den Tischen, Dutzende von Angestellten wirbeln durch die Halle und balancieren schwer beladene Tablets über dem Kopf, während auf der anderen Seite die Autofahrer für den Take Away Schlange stehen. Ich bestelle das Namnuang Set mit 5 Schweinswürstchen, dazu Sommerrollen. Das erweist sich als ein üppiges Mahl, denn die Schweinswürstchen kommen mit dem ganzen Bastelsatz der vietnamesischen Küche: Reispapier, Reisnudeln, Salat, Minze, weiteres Grünzeug dass ich nicht kenne (zum Beispiel ein lorbeerähnliches Blatt, dass aber essbar ist und einen würzig-zitronigen Geschmack hat), Gurkenscheiben, Sternfrucht, Bohnen, Knoblauch, Erdnusssauce etc. Ich werde mehr als satt und muss Einiges übrig lassen.
So voll gefressen erlaube ich mir kein Taxi ,sondern kehre zu Fuss zum Hotel zurück. Im 7-Eleven kaufe ich Tamarind und Mango–Lime Blättchen zum nach Hause bringen, das sind würzige Süssigkeiten.










