Da es nichts wurde mit meinem Fahrradausflug gibt es heute einen gemächlichen Tag. Ich besuche nochmals das Sathiti Café fürs Frühstück, was mir wieder ausgezeichnet schmeckt. Das Café hat auch Zimmer zu vermieten, das muss man sich merken für ein anderes Mal. 

Ich spaziere zum Chao Anouvong Park und lese. Um 10 Uhr buche ich eine Lao Massage im Wellness Beauty Center (150’000 KIP). Die ist ganz ok. Beim London Barber leiste ich mir einen Haarschnitt (100’000 KIP) und bei A Je Kitchen  einen Passionsfrucht Smoothie.

Ich habe noch nicht erwähnt, dass ich gestern eine neue Bezahlmöglichkeit ausprobiert habe, die ich auch heute wieder verwende. Es handelt sich um LOCA Pay. Dafür gibt es die App LOCA, welche verschiedene Dienstleistungen wie Taxi, eSIM und eben auch LOCA Pay anbietet. Man muss dann ein Konto erstellen und eine Kreditkarte verknüpfen. Ich habe mir dafür eine PrePaid Kreditkarte bei meiner Bank bestellt. Ich wollte nicht meine normale Kreditkarte verwenden.

In Laos haben die meisten Händler, auch auf den Märkten, einen QR Code, damit kann man ohne Bargeld bezahlen, so wie mit TWINT in der Schweiz. Das Vorgehen ist ähnlich, man scannt den Code, tippt den Betrag ein, den Verwendungszweck und den zuvor erstellten PIN Code. Anschliessend zeigt man die Bestätigung der Zahlung dem Händler. Das funktioniert sehr gut.

Auch über meine Gitarrentätigkeit kann ich heute informieren. Da ich vor drei Jahren begonnen habe, Gitarre zu lernen, möchte ich auch unterwegs spielen und üben. Wie reist man mit Gitarre? Eine normale Gitarre kommt für mich nicht in Frage, da man oft ein Problem hat, sie als Handgepäck ins Flugzeug zu nehmen. Und wenn man sie abgibt, bezahlt man extra.

Darum habe ich mir vor einem Jahr eine Gitarre von Snapdragon gekauft. Bei diesem Instrument kann man den Hals umklappen, sie ist dann sehr kompakt. Das Instrument kommt mit Plastikrahmen, welche der Gitarre die richtige Form geben. Diese habe ich nicht mitgenommen, und auch die Befestigungsschrauben entfernt. Ein Schuhbändel funktioniert als Tragriemen. Eine Schneiderin hat mir einen Neoprenbeutel dafür genäht. Jetzt passt die Gitarre bestens in meinen Rucksack. Sie hat sich schon letzten Sommer auf meiner dreimonatigen Radreise bewährt. 

Die Nachteile: Man muss natürlich jedesmal stimmen, nachdem man den Hals ausgeklappt hat, auch anschliessend ist Nachstimmen nötig. Ich habe leichte Saiten (9-45) montiert. Davon wird vom Hersteller abgeraten, weil es zu Intonationsproblemen kommt. Das kann ich bestätigen, vor allem bei Griffen in den höheren Lagen. Der Hals ist ja drehbar montiert, das heisst, er hat etwas Spiel zum Gitarrenkörper. Bei leichten Saiten gibt er durch den Druck der linken Hand nach und der Akkord tönt verstimmt. Ich werde beim nächsten Saitenwechsel dickere Saiten montieren. Aber sonst macht diese Gitarre viel Spass.

Am Nachmittag gehe ich in der A Je Kitchen essen, das Khao Soi Luang Prabang schmeckt anders als das in Chiang Mai, ist aber auch sehr gut. Nebenan entdecke ich das Warenhaus Walkman. Auf zwei Etagen gibt es Kopien bekannter Kleidermarken, Sonnenbrillen, Accessoires und Schuhe. Ich erstehe eine „Arcteryx“-Jacke, weil ich meine leichte Jacke nicht mitgebracht habe.

Ich besuche den Night Food Market, vor allem, weil ich noch herausfinden will, was ich gestern gegessen habe. Die Teigtaschen waren genau das: Teigtaschen oder Dumplings. Die Matcha Erdbeere war ein Daifuku. Das sind japanische Süssigkeiten aus Klebreismehl mit einer Füllung. Heute probiere ich ein Daifuku mit Durian, da hat es wirklich ein Stück Durian drin, und eines mit Schokolade. Es sind kleine Kunstwerke. Ich esse noch einen Coconut Pancake, dann bin ich aber wirklich satt.