Mr. Vieng offeriert Touren in seiner Kaffeeplantage. Die erste beginnt um 11.30, was mir nicht so gut passt, erstens, weil ich nicht so lange warten möchte und zweitens, weil ich ja noch nach Pakse kommen will, es sind immerhin 60 km.
Mr. Vieng kommt aber auf mich zu und meint, ich sei der einzige Gast und er könne mir die Tour auch jetzt geben. Perfekt.
Er erklärt mir, dass er verschiedene Sorten anbaut: Arabica, Robusta, Liberica und Excelsa. Die Sorten gedeihen je nach Höhe über Meer unterschiedlich und sind im Geschmack und Aussehen verschieden. Die Kaffeebohne hat drei Hüllen, die äussere ist rot oder gelb (grün wenn noch nicht reif) und essbar. Je nach Sorte ist sie süsser oder eher bitter. Die zweite Hülle wird ähnlich wie beim Dreschen entfernt. Die dritte fällt beim Rösten aus. Früher hat Mr. Vieng die Bohnen in einer Pfanne geröstet, heute verwendet er eine grössere Röstanlage.
Die Pflanzen werden in kleinen Behältern angesät und später in den Boden gepflanzt, die verschiedenen Kaffee-Sorten brauchen unterschiedliche Abstände der Pflanzen. Er zeigt mir eine Pflanze, die von gelben Ameisen befallen ist. Er zerreibt das Blatt mit den Ameisen, es entsteht ein scharfer Essiggeruch. Die Ameisen kann man essen, sie schmecken nach Zitrone. Ich lerne auch, wie Maniok angebaut und geerntet und getrocknet wird, und dass die Zahlen-Schilder, die ich jetzt so oft an der Strasse gesehen habe, den unteren und oberen Ankaufspreis für Maniok bedeuten.
Nach der Führung kriege ich mein Frühstück und mache mich auf den Weg.
Ich bin froh, zeitig unterwegs zu sein, so ist es noch nicht heiss. Mr. Vieng hat zwar behauptet, es gehe alles abwärts nach Pakse, aber es geht etwa so abwärts wie vom Bachtel nach Stäfa: da liegen ein paar Hügel dazwischen! Ich mache mal Pause und kaufe ein Fläschchen M-150, das ist das thailändische RedBull. Und eine Cola.
Ich erreiche Pakse nach 13 Uhr und beziehe mein Zimmer im Hotel Pakse. Im angeschlossenen Reisebüro Watphou Travel erkundige ich mich, wie ich am besten weiter nach Don Det komme und dabei noch Wat Phou besuchen kann. Die Angestellte Koukkik besorgt mir ein Busbillett nach Champasak und berät mich bei der Hotelsuche. Sie zeigt mir ein Buch vom italienischen Archäologen Roberto Marzano über diesen Tempel und erklärt mir, dass der Robby auch ihr Kung Fu Master ist. Das Buch kaufe ich natürlich. Dann hole ich mir am Geldautomaten Kip (BCEL funktioniert gut und hat nur 30’000 Kip Gebühren). Im koreanischen Restaurant vis-à-vis esse ich Yukgaejang. Diese Suppe kommt mit allen koreanischen Beilagen.














