Wieder serviert L. ein ausgiebiges und köstliches Frühstück. Dann fahren wir mit dem Tuk Tuk zum Phnom Chisor. P. ist auch mit dabei. Die Fahrt dauert eine Stunde, dann gehen wir an der grossen Schule vorbei und beginnen den Aufstieg zum Tempel über die Treppe. Dabei wird mir bewusst, dass ich diesen Ort schon vor zwei Jahren besucht habe, damals von Phnom Penh aus. Phnom Chisor wurde im 11. Jahrhundert auf Veranlassung von König Suryavarman I. (reg. 1002 bis 1049) errichtet und später vielfach erweitert und renoviert.

Wie damals hat es auch heute wenig Touristen. Es sind einige Schreine renoviert worden und sie werden als Andachtsstätte mit Buddha Statuen genutzt. Die Aussicht über die weite Ebene ist immer noch toll. Wir verweilen eine geraume Zeit, dann besteigen wir den höchsten Punkt, wo ein neuerer Tempel steht. Die Treppe bringt uns zurück zum Tuk Tuk und wir fahren zum Homestay (Fahrt 30 $).

Beim Mittagessen gesellt sich ein Veloreisender aus Holland dazu. Den Nachmittag verbringen wir mit Lesen und Gitarre Spielen, dann machen wir uns bereit für die Weiterreise. Um 18.30 sollte der Zug nach Phnom Penh fahren. Um 17.15 erhalte ich ein WhatsApp, dass heute kein Zug nach Phnom Penh fährt, ob wir morgen reisen wollen. Das geht nicht, ich habe ja schon das Hotel und die Weiterreise gebucht. L. kommt uns zu Hilfe und organisiert ein Taxi. Der junge Fahrer, welcher ein Uniformhemd der Polizei im Auto hat, bringt uns sicher und schnell zur Hauptstadt und zum Scenic Hotel. Er verlangt nur 40 $ für die Fahrt. Wir runden auf.

Heute hat es keine Essens-Stände mehr dem Fluss entlang, dafür ist der Night Market gleich gegenüber unseres Hotels geöffnet. Ich esse gebratene Nudeln mit Crevetten, dann eine mit Glacé gefüllte Kokosnuss und ein Fondant mit Durian Füllung.