Thomas hat uns einige Routen um Kampong Cham gesendet, eine davon wollen wir heute mit dem Velo erkunden. Die Unterkunft vermietet Fahrräder zu 3 $ pro Tag, dafür kriegt man natürlich kein Mountainbike, sondern ein Stadtfahrrad ohne Schaltung. Meines ist auch noch zu klein, sodass ich die Knie viel zu fest anwinkeln muss.
Aber das hält uns nicht ab. Wir folgen der schmalen Strasse von unserem Hotel, wir sind hier schon ziemlich auf dem Lande, und so bleibt es auch. Viel Landwirtschaft: Pomelos, Reis, Mais, Cha Om (Acacia pennata, eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Mimosengewächse.
In Kambodscha, wird diese Pflanze häufig landwirtschaftlich genutzt. Die jungen Triebe und Blätter sind ein beliebtes Gemüse und werden oft in Suppen, Currys oder Omeletts verwendet. Leider liegt am Wegrand eine Menge Plasticmüll, da hat Kambodscha Nachholbedarf.
Der erste Halt ist beim Wat Bopharam Blang Pich. Dann fahren wir zum Wat Phnom Pros, wo ein Uniformierter Eintrittsgeld verlangt. Da Thomas uns erklärt hat, dass diese Tempel keine Eintrittsgebühr kosten, weigere ich mich und mache mich dran, den Hochstapler und seine ID zu fotografieren. Da macht er sich sofort aus dem Staub. Wir schauen uns den Tempel an, dann fahren wir zum nächsten Hügel, wo der Phnom Srey Tempel zu sehen ist. Von hier geniesst man eine schöne Aussicht.
Wir fahren zurück zur Hauptstrasse 7, die wir überqueren. Unser Weg führt wieder in kleine Dörfer, besonders gefällt uns Cheung Kok, das sich dem Eco Tourismus verschrieben hat. Wir kommen an der Saint Francis of Assisi Catholic Church vorbei, das ist einfach ein profanes Gebäude, welches als Kirche verwendet wird. Durch weitere Dörfer und an mehreren Schulen vorbei erreichen wir das Wat Nokor Ba Chey. Die Tempelruine ist über 1000 Jahre alt und wurde von König Jayavarman VII errichtet, der die weltbekannten Angkor Tempel Bayon, Ta Prohm und Preah Khan erbauen liess. Wir fahren in die Stadt zurück, folgen dem Mekong flussaufwärts bis wo er sich teilt. Den Durst (es ist heute sehr heiss) löschen wir mit zwei Kokosnüssen, dann fahren wir zur Bambusbrücke. Hier bezahlen wir gerne die Gebühr von 1 $ pro Person.
Früher existierte eine längere Bambusbrücke, über welche auch Motorräder und kleine Autos fahren konnten. Sie wurde jedes Jahr neu aufgebaut. Seit dem Bau der Betonbrücke (2019) zur Insel Koh Pen wird die Bambusbrücke nicht mehr gebraucht. Für Touristen wird aber eine kleinere erstellt, das ist die, welche wir überqueren. Die Velos schieben wir.
Wir folgen den Fahrstrasse auf der Insel, auch hier hat es viel Landwirtschaft und wir sind froh um die Schatten spendenden Bäume. An einem Stand kaufen wir eine Pomelo. Einige Anwesen wirken sehr wohlhabend, und es hat viele Schulen. Wir fahren auf der andern Seite der Insel zurück und verlassen diese auf der neuen Brücke.
Wir fahren an der grossen Moschee vorbei. In Kampong leben etwa 70 – 100 Familien, die zu den Cham gehören und Moslems sind. Nach der Moschee besuchen wir das Jol Ben Café, eine hübsch grüne Oase, wo wir zu Mittag essen. Wand Sung Kor 3 steht auf Khmer über der Bäckerei, welche wir schon gestern besucht haben. Ob das ein Name oder nur die Adresse ist, wissen wir nicht, aber das Gebäck hat uns geschmeckt, darum kaufen wir mehr davon. Nun geht es zum Hotel zurück.








































