Um halb sieben ziehe ich die Laufschuhe an und renne zum Ufer des Mekong. Ich folge dem Radweg in südlicher Richtung  und bin gerade richtig für den Sonnenaufgang. Es hat schon einige Spaziergänger, Velofahrer und Läufer, es ist ruhig und an der Strasse neben dem Fluss hat es praktisch keinen Verkehr. Ich folge dem Weg für 6 km, mach mal einen Kilometer auf Tempo, wende und auf dem Rückweg gibt es nochmals einen schnelleren (oder weniger langsamen😉) Kilometer. Ein riesiger Masten fällt mir auf, da führt doch wirklich eine Leitung über den Mekong nach Laos. Der Weg scheint übrigens noch eine gute Strecke weiterzuführen, wie weit man da fahren oder laufen kann, muss ich mal herausfinden. Es ist sehr komfortabel hier zu laufen da man keinen Stress mit dem Verkehr hat.

Nach der Dusche besuche ich nochmals den Nudelshop nebenan. Zum Frühstück probiere ich die Suppe mit Reisnudeln und Schweinefleisch. Ganz in der Nähe gibt es ein Massage-Studio, den Nada Gesundheitsmassage-Shop. Ich wünsche eine Thai Massage, die wird sehr professionell und mit guter Wirkung geboten. Ich kann den Ort sehr empfehlen. 250 Baht für eine Stunde. Gleiche neben dem Massage-Studio gibt es ein kleines Café, so komme ich zu meinem morgendlichen Latte. Ich spaziere weiter, habe Lust auf Früchte und kaufe Pink Grapefruit. Die sind auch hier gleich teuer wie in Korat: 100 Baht für die kleinere Packung. Aber köstlich. 

Im Zimmer spiele ich Gitarre, lese, schaue meine Mails durch und überlege, was ich in Nakhon Phanom noch sehen möchte. Die Mekong Underwater World tönt interessant, ebenfalls das Ho Chi Minh Haus. Ja, Onkel Ho lebte auch in Nakhon Phanom, und zwar von Juli 1928 bis Ende 1929. Er plante hier seine revolutionären Aktivitäten.

Beide Orte liegen in der selben Gegend, es sind etwa 8 km dorthin. Das wäre doch ein Veloausflug, denke ich, und recherchiere, wo ich ein Rad mieten kann. Ich finde nur einen einzigen Eintrag auf Google Maps, also wandere ich dorthin. Den Ort finde ich, es ist aber niemand da. Ein Frau erklärt mir, dass der Vermieter jetzt an einem anderen Ort sei und sie weist mir die Richtung. Ich werde aber nicht fündig. Ich probiere es mit einem Fahrradhändler, dazu marschiere ich aber wieder 1 km. Der vermietet aber nicht und weist mich in die Richtung, wo ich herkam. Jetzt bin ich wieder in der Nähe des ersten Ortes, diesmal hat es aber Leute, die ich fragen kann, und ein Mann begleitet mich zur nächsten Strasse. Da sitzt doch auch schon der Vermieter. Er fragt nach meinen Wünschen und bringt dann ein Mountainbike. Ich probiere es aus. Vorderrad und Bremsen wackeln, das bringt der Vermieter in Ordnung, ich kann das Rad schon mitnehmen und soll es morgen zurückbringen, macht 150 Baht. Ich merke, dass ich mittlerweile wieder in der Nähe des Flusses bin und sehe schon die Installationen des Festivals. Also fahre ich in diese Richtung. Die Marktstände sind schon aktiv, so kann ich auch gerade meinen Hunger stillen.

Am Abend spaziere ich nochmals kurz aufs Festgelände, wo auf der Bühne eine traditionelle Musik spielt, dazu gibt es Tanz. Auch kulinarisch läuft’s!